Der Weg zum lebenszyklusorientierten Hochbau
3. Planung
In der Planung fallen die Entscheidungen mit der größten Hebelwirkung. Später sinkt der Einfluss auf die Lebenszykluskosten rasch, während die Kosten einer Änderung steigen.
3.1 Integrale Planung
Integrale Planung heißt, alle Leistungsbereiche früh an einen Tisch zu holen: Architektur, Tragwerk, Haustechnik, Bauphysik und den späteren Betrieb.
- Gemeinsames Datenmodell statt getrennter Pläne
- Feste Termine für die Abstimmung der Gewerke
- Ein Betreiber, der von Anfang an mitredet

3.2 Digitale Methoden
Ein Bauwerksdatenmodell ist kein Selbstzweck. Es zahlt sich dort aus, wo die Daten später im Betrieb weiterverwendet werden — etwa für Wartungspläne oder den Materialpass.5
3.3 Vergabe
Vergabemodelle lassen sich so zuschneiden, dass Lebenszyklusqualität tatsächlich bewertet wird und nicht nur der niedrigste Errichtungspreis gewinnt.
- Zur Datenübergabe an den Betrieb siehe die Empfehlungen der Arbeitsgruppe Digitalisierung. Zurück zum Verweis
Wer als Unternehmen innovativ, wettbewerbsfähig und wirtschaftlich erfolgreich sein will, denkt heute darüber nach, wie er dies morgen erreichen und in der Zukunft sichern kann. Beim lebenszyklusorientierten Vorgehen ist die spätere Nutzungsphase von Beginn an integraler Bestandteil der Planung. In der Nutzungsphase profitiert der Bauherr von geringerem Ressourcenverbrauch und niedrigeren Nutzungskosten und trägt so zum Gesamterfolg seines Unternehmens bei. Zudem werden die Mitarbeiter in einem entsprechenden Arbeitsumfeld bestmöglich bei ihrem Arbeitsprozess unterstützt.
Das Gebäude nimmt direkten Einfluss auf das Wohlbefinden und die Produktivität am Arbeitsplatz.
Sowohl in der Unternehmens- als auch in der Objektstrategie gilt es daher, nachhaltig und lebenszyklusorientiert zu handeln. Die entscheidende Rolle in einem lebenszyklusorientierten Planungsprozess hat der Bauherr.
Im Zusammenspiel mit allen Projektbeteiligten bestimmt der Bauherr, wie nachhaltig die heute getroffenen Entscheidungen für die zukünftige Nutzung des Gebäudes sind. Mit dem vorliegenden Leitfaden verfügen Sie als Bauherr und Projektbeteiligter erstmals über ein konkretes Managementinstrument für das lebenszyklusorientierte Entwickeln, Planen, Bauen, Finanzieren und Betreiben Ihres Gebäudes.
- Wichtigste Erkenntnis
- eine weitere wichtigste Erkenntnis
- auch zu beachtende Erkenntnis