Portfoliomanagement im Gebäudebestand
ÖBB
Steckbrief der Organisation
Rechtliche und wirtschaftliche Ausgangslage
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Abhängigkeit vom Kerngeschäft
Europäische und nationale Klima- und Energieziele, unter anderem EPBD und EU-Taxonomie
Eisenbahnrechtliche Rahmenbedingungen bei Entwicklungs- und Umnutzungsvorhaben
Ziele der Portfolioanalyse
Datenbasierte Grundlage für Erhalt und Weiterentwicklung des heterogenen Bestands sowie zur Priorisierung von Investitionen und Maßnahmen im Einklang mit den übergeordneten Zielen der ÖBB-Infrastruktur AG.
Net-Zero (Reduktion der Scope1- und Scope2Emissionen um 90 % gegenüber dem Basisjahr 2022) bzw. Klimaneutralität (Ausgleich der Restemissionen) in den Bereichen Mobilität und Gebäuden in Österreich bis 2035.
Ausstieg aus Öl- und Fossilgasheizungen bis 2034.
25 % höhere innerbetriebliche Energieeffizienz infolge der Modernisierung des Bahnstromnetzes und der Optimierung des Gebäudebestands.
Bis 2035 sollen mindestens 90 % der nicht gefährlichen Bau- und Abbruchabfälle zur Wiederverwendung vorbereitet, recycelt, stofflich verwertet oder für Auffüllarbeiten genutzt werden.
Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse für alle Immobilien sowie darauf aufbauende Maßnahmenpläne zur Erhöhung der Klimaresilienz.
Berücksichtigung der Bedürfnisse von Mitarbeiter:innen und Nutzer:innen sowie Sicherung von Leistbarkeit und Akzeptanz.
Erfüllung regulatorischer Anforderungen und Unterstützung der Berichterstattung.
Ausgangslage des Bestands
Historisch gewachsenes, stark heterogenes Portfolio
Nutzungsbasierte Gliederung in betriebsnotwendige und nicht-betriebsnotwendige Portfolios mit unterschiedlichen strategischen Zielsetzungen
Überwiegend eisenbahnrechtlich bewilligte Gebäude mit besonderen Anforderungen an Entwicklung und Umnutzung
Herangehensweise und Methodik
Klassifizierung: Regel- und nutzungsbasierte Gliederung in Portfolios, Subportfolios und Assetklassen.
Datennutzung: Verschiedene Tools für Analyse, Projektsteuerung und Dokumentation.
Priorisierung: Strategische Bedeutung, Nutzer:innenbedarf, Entwicklungspotenzial, Leerstand sowie Nachhaltigkeits- und Energieeffizienzpotenziale.
Strategische Kategorien: Bestandsflächen, Entwicklungsflächen, In Bestand geben (Vermietung, Verpachtung, Baurechte), Veräußerungsflächen sowie Flächen für ökologische Aufwertung und Ausgleichsmaßnahmen.
Maßnahmenplanung: Maßnahmen werden gebündelt und programmatisch geplant, z.B. durch Standort- und Quartiersentwicklungen (SQE) zur ganzheitlichen Steuerung und Weiterentwicklung von Bahnhofs- und Infrastrukturstandorten, Weiterentwicklung interner Nutzungspotenziale, Strukturierte Sanierungsprogramme z.B. ÖBB-Wohnprogramm und Heizungsumstellungsprogramm.

Ergebnisse und Erfolge
Transparenz über Bestand, Risiken und Potenziale
Priorisierte Maßnahmen und strategische Investitionsentscheidungen
Programmatische Bündelung wiederkehrender Aufgaben
Lessons Learned und Empfehlungen
Eine konsistente Datengrundlage ist zentral – Entscheidungen müssen dennoch auch bei Datenlücken möglich bleiben.
Geeignete Annahmen und Proxywerte helfen, Handlungsfähigkeit zu sichern.
Bewährte Programme schrittweise auf weitere Subportfolios und Assetklassen übertragen.