Portfoliomanagement im Gebäudebestand
Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen
Gemeinsame Erfolgsfaktoren
Da sich die Zusammensetzung von Gebäudebeständen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie Eigentümerstrukturen in Unternehmen fundamental unterscheiden, können die Herangehensweisen an das Portfoliomanagement nie eins zu eins von anderen Organisationen oder Unternehmen übernommen werden. Es ist daher eine ausgiebige, individuelle Auseinandersetzung mit dem eigenen Gebäudebestand zwingend erforderlich, jedoch kann auf folgende bewährte Erfolgsfaktoren aufgebaut werden:
Verlässliche, und schrittweise verbesserte Datenbasis bildet das strategische Fundament der Bestandsentwicklung
Eine Definition von klaren und messbaren Zielen sowie nachvollziehbare Priorisierungskriterien helfen bei einer objektiven Entscheidungsfindung
Verknüpfung von Technik, Wirtschaftlichkeit, Klimawirkung und Nutzung
Es gilt, Standardisierungen dort konsequent anzuwenden, wo Skaleneffekte erzielt werden können, und gleichzeitig objektspezifische Tiefenanalysen dort durchzuführen, wo es die Komplexität eines Gebäudes erfordert.
Verbindliche Governance, Verantwortlichkeiten und regelmäßige Aktualisierung der Strategie, falls nötig, hilft bei der festen Verankerung in der Unternehmensorganisation
Prozessuale Trennung zwischen schnell umsetzbaren Effizienzsteigerungen („Quick Wins“) und langfristig ausgelegten, tiefgreifenden Transformationsprozessen hilft gegen strukturelle Überbelastungen
Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse sollten bei der strategischen Entwicklung des Gebäudebestandes mitgedacht werden
Handlungsempfehlungen
Best- Practice Beispiele dienen lediglich als methodischer Kompass und erste Orientierung und können nicht als universelle Vorlage angewendet werden. Für die nachfolgenden Handlungsempfehlungen gilt: Eine gezielte Abstimmung auf etwaigen strukturellen Besonderheiten im eigenen Portfolio müssen beachtet werden, um eine Wirkung erzielen zu können.
Eine Strukturierung des Portfolios nach relevanten Parametern wie Baualtersklasse, baulicher Zustand, energetische Performance ist die Basis für aussagekräftige Analysen
Es empfiehlt sich eine kontinuierliche und systematische Datenpflege als Kernprozess im Unternehmen zu etablieren
Es sollte eine klare Priorisierung von Maßnahmen angestrebt werden, welche in der ganzen Unternehmungsstruktur Anklang findet (ggf. durch Partizipation am Prozess etablieren)
Die isolierte Betrachtung von Einzelmaßnahmen ist zu vermeiden. So erfordern beispielsweise tiefgreifende Dekarbonisierungsschritte (wie der Wechsel auf Niedertemperatur-Heizsysteme) oftmals zwingend die vorangegangene thermische Sanierung der Gebäudehülle
Der Einsatz von Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalysen ist unabdingbar, um die Widerstandsfähigkeit der Gebäude gegenüber extremen Wetterereignissen zu erhöhen
Falls das Portfolio, was die Nutzung betrifft, überwiegend heterogen ist, kann eine methodische Trennung in standardisierte Maßnahmen und Maßnahmen für Sonderimmobilien/historische Gebäude sinnvoll sein
Liste der Abbildungen
Abbildung 1: Priorisierungsframework der BIG, Credit: BIG 10
Abbildung 2: Detailbetrachtung zur Maßnahmenplanung, Credit: BIG 10
Abbildung 3: Vom Klimafit-Check zum objektspezifischen Sanierungspaket, Credit: e7 14
Abbildung 4: Szenarienanalyse/Visualisierung: z.B. Investitionspfade, Maßnahmenpakete, Kosten, Credit: e7 14
Abbildung 5: Hochrechnung von Kostenkennwerten vom Referenzgebäude auf den Cluster, Credit: e7, BUWOG, DELTA 15
Abbildung 6: Dreiphasiger Prozess zur Entwicklung der EGW-Bestandsstrategie, Credit: einszueins 18
Abbildung 7: : Phase 1 – Vorbereitungsphase Portfoliomanagement, Credit: einszueins 19
Abbildung 8: Phase 2 – Entwicklungsphase von der Vision bis zu konkreten Maßnahmen, Credit: einszueins 19
Abbildung 9: Phase 3 – Kultivierung der Sanierungsstrategie, Credit: einszueins 20
Abbildung 10: Systematik der strategischen Portfoliosteuerung; Credit: ÖBB 24
Abbildung 15: Einsparpotenziale aus der thermischen Sanierung typischer Portfolioobjekte; Credit: Post 28
Abbildung 16: Energiekosten und technische Ausgangslage der Pilotobjekte, Credit: Post 28
Abbildung 17: Mehrstufiger Filter- und Clusterungsprozess angepasst an jeweiliges Portfolio, Credit: e7 32
Abbildung 18: KI- gestütztes Prozessschema der Portfolioanalyse, Credit: AIT 37
Liste der Tabellen
Tabelle 1: Steckbrief der BIG 11
Tabelle 2: Steckbrief der BUWOG 15
Tabelle 3:Steckbrief der EWG 20
Tabelle 4: Steckbrief der ÖBB 25
Tabelle 5: Steckbrief der Post AG 30
Tabelle 6: Steckbrief Serielle Sanierung 36
Tabelle 7: Steckbrief der Stadtgemeinde Schwechat 40
Tabelle 8: Steckbrief der MA 34 45
Tabelle 9: Gemeinsame Erfolgsfaktoren/Handlungsempfehlungen 49
Logos mitarbeitende Mitglieder
AIT
ATP sustain
BIG
ClimatePartner
Cmy-consulting
DELTA
e7
FCP
Moocon
ÖBB
Umweltbundesamt