Portfoliomanagement im Gebäudebestand
BUWOG
Steckbrief der Organisation
Externe Begleitung der Portfolioanalyse durch e7 energy innovation & engineering und DELTA
Rechtliche und wirtschaftliche Ausgangslage
EU-Taxonomie und Förderbedingungen als wichtige Rahmenfaktoren
Ausgangsanalyse 2022 auf Ebene der Wirtschaftseinheiten
Heterogene Baualtersstruktur, Energieträger und technische Standards
Ziele der Portfolioanalyse
“klimafitter” Gebäudebestand bis 2040
CO₂-Emissionen unter 5 kg/m² und Ausstieg aus fossilen Energieträgern
Werterhalt, Rendite und ausgewogene OPEX-/CAPEX-Entscheidungen
Leistbarkeit, Komfort und Akzeptanz der Mieter:innen berücksichtigen
Regulatorische Anforderungen aus OIB RL 6, CSRD/ESRS und EU-Taxonomie erfüllen
Sanierungspläne und technisch-organisatorische Lösungsvarianten ableiten
Ausgangslage des Bestands
Rund 1.400 bis 1.500 Gebäude unterschiedlicher Bauperioden
Fernwärme dominiert, zugleich relevanter Gasanteil und weitere Energieträger
Gebäudehülle und Technik weisen unterschiedliche Sanierungsbedarfe auf
Herangehensweise und Methodik
Datengrundlage: Energieausweise, Bauteileigenschaften und EPIQR-Maßnahmen, Förderdatenbanken.
Werkzeug: Zusammenführung in einem Excel-basierten Klimaschutzplan.
Priorisierung auf Basis von drei Ebenen:
Ebene 1:

- Clusterung nach technischen Gegebenheiten (am Standort verfügbare Energieträger, thermischer Gebäudestandard, Sanierungserfordernis) und den dadurch abhängigen Maßnahmenpaketen
- Reihung der Cluster in Form eines Entscheidungsbaumes
- Maßnahmen an der Gebäudetechnik innerhalb eines Clusters gleich
- Eigenschaften der Gebäudehülle für die Clusterung nur bedingt relevant
- Maßnahmen an der thermischen Hülle werden für jedes Gebäude individuell hergeleitet
Ebene 2: Rechtsform, Eigentumsanteil und Portfoliostrategie (Was ist Kernbestand, was nicht?)
Ebene 3: Förderfähigkeit und Klimarisiken
Maßnahmenplanung: Grobkostenschätzung auf Basis von clusterspezifischen Maßnahmen sowie Einzelmaßnahmen repräsentativer Gebäude im Cluster; Hochrechnung der Grobkosten auf Cluster sowie Gesamtportfolio.

Ergebnisse und Erfolge
Priorisierte Sanierungsroadmap und Investitionsplan
Transparenz über erwartete CO₂- und Kosteneinsparungen
Unterscheidung zwischen Quick Wins und Transformationsprojekten
Berücksichtigung von Co-Benefits wie Komfort, Leerstand, Risiko und Wertentwicklung
Lessons Learned und Empfehlungen
Klare Governance und definierte Entscheidungswege sind entscheidend.
Datenqualität, Standardisierung und Bündelung erhöhen Skalierbarkeit und Planungssicherheit.
Stakeholdermanagement mit Mieter:innen, Behörden und Partnern frühzeitig aufsetzen.