Portfoliomanagement im Gebäudebestand
BIG – Bundesimmobiliengesellschaft
Steckbrief der Organisation
Rechtliche und wirtschaftliche Ausgangslage
Dekarbonisierungsprogramm als Teil der Konzernstrategie
Ziel: CO₂-Neutralität im Bestand bis spätestens 2040
Orientierung an CRREM, EU-Taxonomie und OIB-Richtlinie 6
Zusätzliches Dekarbonisierungsbudget von rund 2 Mrd. Euro für 2023–2040 – unabhängig vom regulären Instandhaltungsbudget
Ziele der Portfolioanalyse
Instrument zur Verfolgung des Klimaziels "CO2–Neutralität des Bestandsportfolios bis 2040" entlang von CRREM-basierten Reduktionspfaden
Investitionen auf Grundlage datenbasierter Prognosen priorisieren und auf deren Werthaltigkeit prüfen
Lebenszykluskosten senken und Nutzbarkeit und Funktionalität für öffentliche Kernaufgaben sichern
Regulatorische Anforderungen aus EED, EPBD, CSRD/ESRS und EU-Taxonomie erfüllen
Ausgangslage des Bestands
Sehr heterogenes Portfolio von mehr als 2.000 Liegenschaften mit unterschiedlichen Nutzungsarten, Errichtungsjahren, energetischen Zuständen und teilweise Denkmalschutz
Österreichweite Umsetzung erfordert eine strukturierte, nachvollziehbare Priorisierungslogik
Herangehensweise und Methodik
Datengrundlage: Energieausweise, wirtschaftliche Asset-Kennzahlen sowie objektbezogene und externe Indikatoren.
Werkzeuge: Eigenentwickelte Tools, wie die Transformationsmatrix und Fair-Value-Betrachtung, sowie externe Tools zur Analyse von standardisierten Maßnahmenpaketen (CO₂-Tool) werden in einer gesamtheitlichen Priorisierungslogik in einem Dashboard zusammengeführt (Priorisierungsframework).
Priorisierung: Die Priorisierung erfolgt über ein konzernweit eingesetztes Priorisierungsframework. Dieses dient als strukturiertes Risiko-Assessment-Tool zur Bewertung und Priorisierung von Dekarbonisierungsmaßnahmen. Es werden folgende Indikatoren bewertet: Transformationsnotwendigkeit, absolutes CO₂-Einsparpotenzial, Zielbeitrag für Indikatoren wie CO2, HWB, PEB n.er., sowie wirtschaftliche Attraktivität im Sinne der Werthaltigkeit.

Entscheidungslogik: Ampelsystem für portfolioweite Vergleichbarkeit; Abstimmung mit der jeweiligen Objektstrategie des Assetmanagements.
Maßnahmenplanung: In Abstimmung mit der jeweiligen Objektstrategie des Assetmanagements. Ziel ist die bestmögliche Verwendung der verfügbaren Mittel unter Berücksichtigung von Emissionsreduktion, Wirtschaftlichkeit und Werterhalt des Portfolios.

Ergebnisse und Erfolge
Konzernweit einheitlicher Bewertungs- und Entscheidungsrahmen
Objektübergreifende Priorisierung von Dekarbonisierungsmaßnahmen
Gezielter Mitteleinsatz unter systematischer Berücksichtigung von Emissionsminderungspotenzialen, Kosten, Transformationsnotwendigkeit und Werterhalt
Lessons Learned und Empfehlungen
Standardisierte und datenbasierte Entscheidungsgrundlagen sind für heterogene Portfolios unverzichtbar.
Das Framework muss laufend weiterentwickelt und mit der Objektstrategie verknüpft werden.